Jahresbericht 2006

Kalenderjahr 2006

Die Wehr besteht aus 13 Mitgliedern in der Einsatzabteilung und 12 Mitgliedern in der Alters- und Ehrenabteilung.

2006 hatten wir ein arbeitsreiches Jahr mit insgesamt 24 Einsätzen zu bewältigen.
 

Unsere Schlagkraft konnten wir bei vielen Einsätzen unter Beweis stellen.

Die 24 Einsätze setzten sich aus:

2 Großbrände, darunter ein Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag in Wohnhaus, sowie ein Waldbrand im Gemarkungsbereich Dorf-Erbach.

1 Mittelbrand (Gartenhüttenbrand)
6 Kleinbrände
2 Technische Hilfeleistung VU an der B47
2 Hilfeleistungen nach Unwetter
5 sonstige Hilfeleistungen
1 Fehlalarm
6 Brandsicherheitsdienste

Hier möchte ich mich ganz besonders für die gute Zusammenarbeit mit der Kernstadtwehr bedanken!

Bei allen Einsätzen hat sich gezeigt, dass wir in dem bestehenden Alarmierungsplan nicht mehr wegzudenken sind.

Besonderen Dank gilt natürlich unseren Mitgliedern der Einsatzabteilung, die bei all den geleisteten Einsätzen hervorragende Arbeit geleistet haben.

Im vergangenen Jahr führten wir insgesamt 15 Übungen und Ausbildungsveranstaltungen durch.

Unter anderem wurde von uns eine Ganztagsübung mit 3 verschiedenen Ausbildungsstationen organisiert, an der auch die Kameraden aus Bullau und Ernsbach teilnahmen.

Zusätzlich nahmen wir noch an den Durchgängen in der Atemschutzübungsstrecke,
und bei der Heißausbildung Dräger Fire Dragon 3 im Dezember teil.

Leider waren bei dieser Ausbildung nur noch die Tages-Termine frei, so dass nur wenige Kameraden teilnehmen konnten.

Weiter wurden noch Gefahrgutübungen, im Rahmen der Zugehörigkeit zum Gefahrgutzug durchgeführt.

Eine Korbausbildung fand für den Einsatz mit der Drehleiter statt.

Bei einer Nachtalarmübung an der katholischen Kirche, zusammen mit den Kameraden aus Erbach konnten wir ebenfalls unsere Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen.

Es wurde noch eine weitere Nachtalarmübung beim Anwesen Petershof, zusammen mit den Wehren aus Bullau und Ernsbach/Erbuch wurde veranstaltet.

Weiter beteiligten wir uns bei der Jahreshauptübung an der Mittelpunktschule, sowie an der Großübung am Gesundheitszentrum.

Im vergangenem Jahr wurden ca. 750 Dienststunden für die Einsätze, Übungen und Brandsicherheitsdienste aufgewendet.

Alle Übungen und Ausbildungsveranstaltungen wurden von unseren Kameraden gut besucht!

Hierfür vielen Dank. Auch an die Ehefrauen und Lebenspartner die in dieser Zeit auf ihre Liebsten verzichtet haben.

Folgende Lehrgänge besucht:

Atemschutzgeräteträger 2 von Klaus Kirchschlager.
Maschinistenlehrgang von Sascha Gerbig auf Kreisebene.
Sowie auf der Landesfeuerwehrschule den Zugführerlehrgang von Klaus Semek.

Weiterhin versuchen wir, die Weiterbildung voranzutreiben, um den ständig steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

Unser Ziel ist es, die angebotenen Lehrgänge auf Kreis u. Landesebene, sowie Sonderausbildungen, so weit es möglich ist, zu besuchen.

Für 2007 sind bereits 2 Kameraden für den Truppführerlehrgang und Kamerad für den Lehrgang Leiter einer Feuerwehr angemeldet.

Brandsicherheitsdienste wurden in der Werner Borchers-Halle, am Wiesenmarkt sowie am Seefest durchgeführt.

Ausrüstung:

Bei all den Einsätzen hat sich gezeigt, dass unser Fahrzeug (TSF) für diese Vielzahl von verschiedenen Einsätzen nicht geeignet ist.

Ein Fahrzeug ohne Wassertank und ohne Hilfeleistungssatz ist eben nur bedingt einsatzfähig.

Da wir oft die ersten an der Einsatzstelle waren, konnten wir meistens nicht gezielt, mit der erforderlichen Schlagkraft agieren!

Bei einem Fahrzeugbrand an der B47 hatten wir mit unseren Löschmitteln keinen Erfolg. Zum Glück, waren die Insassen bereits aus dem Fahrzeug.

Bürgermeister und Stadtbrandinspektor wurden über diese Situation unterrichtet. Ein wasserführendes Fahrzeug, (TSF-W), evtl. mit Hilfeleistungssatz wäre die minimale Vorraussetzung. Es geht bei unserem Wunsch nicht um die eigene Sache, ein neues oder anderes Fahrzeug zu besitzen, sondern nur um eine schnelle, und effiziente Hilfe, zum Schutze der Bevölkerung mit dem geringsten Aufwand sicherzustellen. Es zeigt sich immer wieder, dass ein kleines wendiges Löschfahrzeug sehr sinnvoll ist. Mit unserem vorhandenen Fahrzeug sind wir nicht einmal in der Lage, bei nasser Fahrbahn den Mühlberg in Dorf-Erbach zu erklimmen. Es wurden bei der Anschaffung vor 11 Jahren schwerwiegende Fehler gemacht. Ein kleines wendiges Löschfahrzeug wäre auch gut in den engeren Straßen in der Kernstadt oder im Schlosshof einsetzbar. Da wir bei Bränden zusammen mit der Kernstadt alarmiert werden, wäre dieses Fahrzeug immer vor Ort. Die Nähe zur B47 mit ihren Unfallschwerpunkten und die ständige Erweiterung von Erbach Ost, die weitere Entwicklung des Gewerbeparks am Gräßig mit weiteren Supermärkten, würde ein solches Fahrzeug weiter gerechtfertigen.

Platzsituation Feuerwehrhaus:

Die Platzsituation ist in unserem Feuerwehrhaus völlig unzureichend. Sanitäre Anlagen fehlen. Ein Schulungsraum ist nicht vorhanden.

Wie bekannt, wurde unsere Feuerwehrgarage am 27.10.2005 vom Technischem Prüfdienst, als nicht ausreichend beurteilt. Die Stellplätze entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderung nach UVV.

Aus diesem Anlass fand am 21.09.2006 ein Ortstermin mit Bürgermeister, den Mitgliedern des Magistrats, dem Stadtbaumeister sowie dem Stadtbrandinspektor statt.

Als Abhilfe wurde von uns, die Möglichkeit zum Bau einer neuen Fahrzeughalle, (10 x 14 m,) mit 2 genormten Stellplätzen auf dem Sportplatz vorgeschlagen. Der vorhandene Sportplatz könnte in Richtung Spielplatz verlegt werden. Die Ausfahrt der Fahrzeughalle kann über einen Übungshof zur Dreiseentalstrasse erfolgen. Der neu gestaltete Dorfplatz wäre von diesem Projekt unberührt. Dieser Vorschlag wurde bereits mit den Verantwortlichen des TV Dorf-Erbach besprochen und von diesen begrüßt.

Um die Kosten und die Bauzeit dieses Projekts möglichst gering zu halten, wurde von uns Angebote zum Bau einer Fertiggarage eingeholt.

Die vorhandene Fahrzeughalle könnte in Eigenhilfe, (auf Vereinskosten), zum Schulungsraum und zur Unterbringung der sanitären Anlage umgebaut werden.

All diese Vorschläge wurden von den Anwesenden des Ortstermins: Herr Bürgermeister Buschmann, Stadtbaumeister La Meir, Stbi Volk, sowie den Mitgliedern des Magistrats als realisierbar gewertet.

Eine Dokumentation dieses Vorhabens, sowie ein Protokoll des Ortstermins wurde dem Magistrat übergeben.
Der Bedarfs- und Entwicklungsplan braucht dieser Situation nicht angepasst werden, da in diesem schon eine Erweiterung des Feuerwehrhauses vorgesehen ist.

Ein Feuerwehrhaus, das eigentlich nur eine Garage ist, ist mittlerweile im Odenwaldkreis einmalig und trägt nicht unbedingt zur Motivation der einzelnen Kameraden bei.

Die Gründung einer Jugendfeuerwehr scheiterte, trotz Interesse mehrerer Jugendlicher, an der bekannten Platzsituation.

Die Möglichkeit in Erbach die Jugendfeuerwehr zu besuchen, wird nicht angenommen, weil die meisten Jugendlichen im Ort bleiben wollen!

Es kann nicht sein, dass dadurch Potential, das unsere Zukunft sichern soll, verloren geht!

Reiner Klingler
Wehrführer
 

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