Jahresbericht Kalenderjahr 2007

 
Die Wehr besteht zur Zeit aus 14 Mitgliedern in der Einsatzabteilung und 12 Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung.
 
2007 hatten wir ein arbeitsreiches Jahr mit insgesamt 28 Einsätzen, so viel wie noch nie, zu bewältigen.
Unsere Schlagkraft konnten wir bei allen Einsätzen unter Beweis stellen.
 
Die 28 Einsätze setzten sich zusammen aus:
 
a)     6 Mittelbränden
b)     7 Kleinbränden (6 Kleinbränden B, 1 Kleinbrand A)
c)     1 Technischen Hilfeleistung VU an der B47
d)     5 Hilfeleistungen nach Unwetter
e)     5 sonstige Hilfeleistungen
f)      1 Fehlalarm
g)     6 Brandsicherheitsdiensten
 
      
Hier möchte ich mich ganz besonders für die gute Zusammenarbeit mit der Kernstadtwehr bedanken!
Bei allen Einsätzen hat sich gezeigt, dass wir in dem bestehenden Alarmierungsplan nicht mehr wegzudenken sind.
 
Besonderen Dank gilt natürlich unseren Mitgliedern der Einsatzabteilung, die bei all den geleisteten Einsätzen hervorragende Arbeit geleistet haben.
 
Im vergangenen Jahr führten wir insgesamt 14 Übungen und Ausbildungsveranstaltungen durch.
 
Zusätzlich nahmen wir noch an den Durchgängen in der Atemschutzübungsstrecke in Erbach teil.
Weiter wurden noch Gefahrgutübungen, im Rahmen der Zugehörigkeit zum Gefahrgutzug durchgeführt.
 
Unsere Wehr beteiligte sich bei der Jahreshauptübung an der Kath. Kirche in Erbach, sowie erstmals an einer gemeinsamen Alarmübung mit der Stockheimer Feuerwehr an der Schule am Hollerbusch.
 
Im vergangenem Jahr wurden nur für Einsätze ca. 400 Dienststunden aufgebracht.
 
Für die Übungen und Ausbildungsveranstaltungen schlugen nochmals ca. 400 Stunden zu Buche.
 
Hierfür vielen Dank. Auch an die Ehefrauen und Lebenspartner, die in dieser Zeit auf ihre Liebsten verzichtet haben.
  
Folgende wurden Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene besucht:
 
2 Truppführerlehrgänge
1 Lehrgang Leiter einer Feuerwehr
1 Gerätwartlehrgang
3 Lehrgänge Techn. Hilfeleistung und Brandbekämpfung nach Bahnunfällen 1
1 Seminar GABC Dekontermination
1 B3 Lehrgang für Gruppenführer
1 Seminar Absturzsicherung
2 Seminare Fahrsicherheitstrainings
 
Wir versuchen weiterhin, die Weiterbildung voranzutreiben, um den ständig steigenden Anforderungen im Feuerwehrdienst gerecht zu werden.
 
Unser Ziel ist es, die angebotenen Lehrgänge auf Kreis- u. Landesebene, sowie Sonderausbildungen, soweit es möglich ist, zu besuchen.
 
Für 2008 ist bereits 1 Kamerad für den Verbandsführer, 4 Kameraden für den Maschinisten- und 2 Kameraden für den Kettensägenlehrgang angemeldet.
 
Brandsicherheitsdienste wurden am Wiesenmarkt durchgeführt.
 
Ausrüstung:
 
Unsere Ausrüstung hat sich im letzten Jahr, durch Anschaffung eines wasserführenden Fahrzeuges, wesentlich verbessert. Wir konnten von der Feuerwehr Pfungstadt/Eich ein gebrauchtes TSF/W erwerben. Dieses Fahrzeug (Baujahr 93) wurde von der Stadt für 37.500 € mit kompletter feuerwehrtechnischer Beladung gekauft. Unser Verein hat sich mit 5.000 € an dieser Anschaffung beteiligt.
 
Grund dieses Kaufes war im Februar eine Revision des Prüfdienstes des Landes Hessen, bei dem unser vorhandenes TSF wegen einer Überladung von 200 kg verworfen wurde. Wichtige Ausrüstungsgegenstände mussten aus dem Fahrzeug entfernt werden, um auf das geforderte Gewicht zu kommen. Das Fahrzeug war nur noch bedingt einsatzfähig. Gleichzeitig wurde der alte Tragkraftspritzenanhänger in Erbuch wegen technischen Mängeln aus dem Verkehr gezogen. Wir mussten uns nun Gedanken machen, um dieses Problem zu lösen. Angebote von neuen Fahrzeugen lagen bei 100.000 €. Diese Anschaffung war kurzfristig im Zeichen knapper Kassen nicht realisierbar.
 
Durch Zufall wurden wir im Internet auf das Angebot aus Pfungstadt aufmerksam. Nach einem ersten Besichtigungstermin konnten wir das Fahrzeug in Form einer Bilderdokumentation den städtischen Gremien vorstellen. Hierbei galt es Überzeugungsarbeit zu leisten. Geplant war von unserer Seite, durch den Kauf auch die anderen Stadtteile mit weiteren Ausrüstungsgegenstände zu stärken, um dadurch den Brandschutz im gesamten Stadtgebiet zu verbessern.
 
So ging unser altes TSF als Ersatz für den Anhänger nach Erbuch. Galt es in der Vergangenheit immer, einen privaten Traktor als Zufahrzeug bereitzustellen.
 
Der vorhandene Beleuchtungssatz mit Generator wurde von Lauerbach übernommen. Die neuwertige Tragkraftspritze ging nach Ebersberg. Die Pumpe aus Ebersberg steht zum Verkauf an.
 
Weiter hatten wir noch ein Problem zu lösen. Das TSF/W ging nicht in unsere Garage. Als Abhilfe mussten die vorhandenen Dachkästen entfernt werden und die Leiterhalterung und Rundumkennleuchte tiefer gesetzt werden. Diese Umbauten konnten von uns innerhalb von 2 Tagen durchgeführt werden.
 
Da 60% aller Einsätze bei uns Brandeinsätze sind, hat das Fahrzeug schon im ersten Jahr der Anschaffung seine Bewährungsprobe bestanden. Bei einem Wohnhausbrand in Erlenbach, sowie bei einem Brand einer Gerätehalle, konnten wir durch schnelles und effizientes Eingreifen einen größeren Schaden verhindern.
 
Eine weitere Erneuerung war die Anschaffung von Spinden, die von der Fa. Merck in Darmstadt kostenlos durch unseren Kameraden Hans-Jörg Hupp beschafft werden konnten. Unsere alten Spinde gingen nach Erbuch. Eine geplante Neuanschaffung durch die Stadt wurde hier eingespart. Kosteneinsparung ca. 3000 €.
 
Platzsituation: Feuerwehrhaus
 
Die Platzsituation in unserem Feuerwehrhaus ist nach wie vor völlig unzureichend. Sanitäre Anlagen fehlen. Ein Schulungsraum ist nicht vorhanden.
 
Die Schulungen werden an Festzeltgarnituren durchführt, nachdem die Garage vom stinkenden Dieselqualm der Fahrzeuge befreit wurde.
 
Wie bekannt, wurde unsere Feuerwehrgarage am 27.10.2005 vom Technischen Prüfdienst, als nicht ausreichend beurteilt. Die Stellplätze entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderung nach UVV.
Aus diesem Anlass fand bereits am 21.09.2006 ein Ortstermin mit Bürgermeister, den Mitgliedern des Magistrats, dem Stadtbaumeister sowie dem Stadtbrandinspektor statt.
 
Im bestehenden Bedarfs - und Entwicklungsplan ist die Erweiterung unseres Feuerwehrhauses genauso niedergeschrieben, wie die bereits abgeschlossenen Maßnahmen in Bullau und Ernsbach-Erbuch.

Beim derzeitigen Zustand des Feuerwehrhauses ist jedoch aus Sicht des Arbeitsschutzes ein erhöhtes Unfallrisiko für die Feuerwehrkameraden gegeben!  

 
Ich denke, dass wir kurzfristig nicht mit einer Abhilfe unserer Platznot rechnen können.
Ein Feuerwehrhaus, das eigentlich nur eine Garage ist, ist mittlerweile im Odenwaldkreis einmalig und trägt nicht unbedingt zur Motivation der einzelnen Kameraden bei.
 
Zur kurzfristigen Verbesserung der Situation, schlagen wir das Aufstellen von Schulungscontainern vor. Diese könnten evtl. aus Beständen des Schulträgers des Odenwaldkreises bezogen werden!
Weitere Vorschläge zum Bau einer Fertiggarage wurden bereits in der letzten Jahreshauptversammlung besprochen. Eine Dokumentation liegt dem Magistrat seit Oktober 2006 vor.
 
Weiterhin möchte ich noch darauf hinweisen, dass in unserem Feuerwehrhaus die vorhandene Glasfront durch Steinewerfer zerstört worden ist. Hier ist dringend eine kurzfristige Abhilfe erforderlich!
  
Gründung einer Jugendfeuerwehr
 
Trotz Platzmangels haben wir uns Ende letzten Jahres zur Gründung einer Jugendfeuerwehr entschlossen. Wir werden gemeinsam mit Bullau eine Jugendfeuerwehr gründen. Diese wird den Namen Jugendfeuerwehr Erbach/Ost tragen. Es wurden diesbezüglich schon mehrere Vorgespräche mit Stadtbrandinspektor, Kreisjugendfeuerwehrwart, Stadtjugendfeuerwehrwart sowie den Vertretern aus Bullau geführt. Infoveranstaltungen hierzu finden Ende Mai in Bullau und in Dorf-Erbach statt. Nächste Woche werden die ersten Jugendlichen eingekleidet, so dass der erste Dienstbetrieb in Kürze aufgenommen werden kann. Für die Betreuung der Jugendlichen haben sich aus unserer Reihe, Sven Rohde, Andreas Herbold und Hans-Jörg Hupp bereiterklärt. Natürlich sind auch alle anderen Kameraden angesprochen, diese Arbeit zu unterstützen, denn unsere Zukunft ist die Jugend. Ohne Jugend keine Zukunft.
 
Somit beende ich meinen Jahresbericht, den ich hiermit zur Diskussion stelle, mit den Worten: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.
  
 
 
Reiner Klingler
Wehrführer

 

Jahresbericht (Archiv)

Kalenderjahr 2007