Jahresbericht des Wehrführers für 2010

Zur Zeit besteht die Wehr aus 14 Mitgliedern in der Einsatzabteilung, 9 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr sowie 12 ehemalige Aktive in der Ehren- und Altersabteilung.

Im Jahr 2010 konnten zwei Mitglieder der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen werden.

2010 hatten wir 13 Einsätze zu bewältigen, 3 Brandeinsätze und 10 Hilfeleistungseinsätze.
Die Brandeinsätze teilen sich auf in zwei Wohnungsbrände und ein Fahrzeugbrand.
Die Hilfeleistungseinsätze waren im wesentlichen Wind-/Schneebruch und Ölspuren. Ungewöhnlich war ein Einsatz zum Verschließen einer Tür.

Im vergangenen Jahr hatten wir 14 Übungen und Ausbildungsveranstaltungen durchgeführt.
Die Atemschutzgeräteträger hatten einen Durchgang in der Atemschutzstrecke in Erbach.
Als Bestandteil des Gefahrgutzuges hatten wir zusätzlich 4 Gefahrgutübungen, die der stellvertretende Stadtbrandinspektor geleitet hatte.

Auf Kreisebene wurden drei Lehrgänge besucht:
Ein Grundlehrgang, ein Lehrgang Atemschutzgeräteträger II und ein Truppführerlehrgang.

Ausrüstung:
Unsere Ausrüstung hat sich seit 2007, durch die Anschaffung eines wasserführenden Fahrzeuges, wesentlich verbessert. Es hat sich bei allen Einsätzen gezeigt, dass unser TSF-W den erforderlichen Bedürfnissen soweit gerecht wird.
Unser VW-Bus, Baujahr 1990 ist im Mai 2010 durch ein aktuelles Fahrzeug VW-Transporter T5 ersetzt worden.

Platzsituation Feuerwehrhaus
Die Platzsituation in unserem Feuerwehrhaus ist nach wie vor völlig unzureichend. Sanitäre Anlagen fehlen. Ein Schulungsraum ist nur im Container vorhanden.
Am 27.10.2005 wurde unsere Feuerwehrgarage vom Technischen Prüfdienst als nicht ausreichend beurteilt. Die Stellplätze entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderungen nach der UVV. Aus diesem Anlass fand bereits am 21.09.2006 ein Ortstermin mit Bürgermeister, den Mitgliedern des Magistrats, dem Stadtbaumeister sowie dem Stadtbrandinspektor statt. 

Die Situation ist ausreichend bekannt. Die Verantwortung für Unfälle aufgrund der baulichen Situation trägt der Unternehmer im Sinne der UVV.
 
Um die Tageseinsatzfähigkeit zu verbessern ist es unabdingbar, dass Bürger in der Feuerwehr mitwirken, die auch tagsüber in Erbach sind.
Aufgrund der beruflichen Bedingungen sind immer weniger Männer tagsüber für die Feuerwehr greifbar.
Bei den Arbeitgebern muss um Verständnis für den Feuerwehrdienst geworben werden. Hierbei sollte die Stadt Erbach als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen.

Die Feuerwehr Dorf-Erbach kann mit jetzigen Räumen nicht um Frauen als Mitglieder der Einsatzabteilung werben.

Wenn wir in Zukunft eine leistungsfähige Feuerwehr in Dorf-Erbach haben wollen, dann ist es unverzichtbar, die Räume an die Vorschriften der UVV anzupassen.

Michael Gänssle, Wehrführer