Jahresbericht des Wehrführers für 2012
(fünfzigstes Dienstjahr)


Zur Zeit besteht die Wehr aus 14 Mitgliedern in der Einsatzabteilung, 12 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr sowie 12 ehemalige Aktive in der Alters- und Ehrenabteilung.

 

2012  hatten wir 12 Einsätze zu bewältigen.

Fünf Brandeinsätze und sieben Hilfeleistungseinsätze.

Die Brandeinsätze waren Gebäudebrände oder Brände im Außenbereich von Gebäuden.

Die Hilfeleistungen waren zwei PKW-Unfälle, Schneebruch, eine Ölspur auf der B47 und die Belüftung der Seen im Dreiseetal.


Im vergangenen Jahr haben wir 14 Übungen und Ausbildungsveranstaltungen durchgeführt.

Die Atemschutzgeräteträger hatten einen Durchgang in der Atemschutzübungsstrecke in Erbach und eine Übung in der mobilen Brandsimulationsanlage..

Als Bestandteil des Gefahrgutzug hatten wir zusätzlich zwei Gefahrgutübungen.


Ausrüstung:

Unsere Ausrüstung hat sich seit 2007, durch Anschaffung eines wasserführenden Fahrzeuges, wesentlich verbessert. Es hat sich bei allen Einsätzen gezeigt, dass unser TSF/W den erforderlichen Bedürfnissen soweit gerecht wird.

Ein VW-Transporter T5 steht als MTF seit 2012 zur Verfügung.


Feuerwehrhaus

Die Platzsituation in unserem Feuerwehrhaus ist nach wie vor völlig unzureichend. Sanitäre Anlagen fehlen. Ein Schulungsraum ist nur im Container vorhanden.

Am  27.10.2005 wurde unsere Feuerwehrgarage vom Technischen Prüfdienst als nicht ausreichend beurteilt. Die Stellplätze entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderung nach UVV.

Aus diesem Anlass fand bereits am 21.09.2006 ein Ortstermin mit Bürgermeister, den Mitgliedern des Magistrats, dem Stadtbaumeister sowie dem Stadtbrandinspektor statt.

Die Situation ist ausreichend bekannt. Die Verantwortung für Unfälle aufgrund der baulichen Situation trägt der Unternehmer im Sinne der UVV.

In der letzten Jahreshauptversammlung konnte ich im Bericht des Wehrführers noch sagen:

"Es zeichnet sich eine Verbesserung der Raumsituation ab, da die Stadt Erbach den Neubau/Anbau des Feuerwehrhauses am Standort Dorf-Erbach plant."

 


Aktuell stellt sich die Lage unklar da. Die Unfallgefahr ist unverändert vorhanden.

Im Bedarfs- und Entwicklungsplan ist der Ausbau des Feuerwehrhauses unverändert enthalten.

Aber in den letzten Monaten ist eine Diskussion über die Notwendigkeit der Feuerwehr Dorf-Erbach begonnen worden.

Der Stadtverordnetenvorsteher Antonio Duarte und die Bauausschussvorsitzende Christa Weyrauch haben Position bezogen und halten die Feuerwehr Dorf-Erbach für überflüssig. Die Position wird damit begründet, dass die Feuerwehr der Kernstadt innerhalb der Hilfsfrist jeden Punkt innerhalb der bebauten Gemarkung Dorf-Erbach erreichen kann.

Diese Überlegungen werden mit der siebzehnten Vergleichenden Prüfung des Landesrechnugshofes Abschnitt 5  auf Seite 36 ff begründet.

Der Rechnungshof stellt Ortsteilwehren in diesem Bericht in Frage, die bei den Kriterien Tagesalarmsicherheit und gesetzliche Mindestpersonalvorhaltung Unterbestände aufweisen.

Die Feuerwehr Dorf-Erbach hat eine gesetzliche Mindestpersonalvorhaltung von 12 Einsatzkräften zu erfüllen. Dieses Kriterium erfüllen wir mit der vorhandenen Personalstärke.

Die Tagesalarmsicherheit ist auch gegeben. Wir sind eigenständig einsatzfähig und zur Verstärkung der Kernstadtwehr unerlässlich.


Wenn wir in Zukunft eine leistungsfähige Feuerwehr in Dorf-Erbach haben wollen, dann ist es unverzichtbar den Neu-/Umbau des Feuerwehrhauses so zu gestalten, dass ein gefahrloser Dienstbetrieb möglich ist.

 

Michael Gänssle, Wehrführer