Jahresbericht des Wehrführers für das Jahr  2013


Liebe Kameraden, sehr geehrte Gäste.

Zunächst möchte ich mich bei allen Kameraden bedanken, die trotz der weiterhin unklaren Situation, was  unser Feuerwehrhaus betrifft,  weiter ihren Dienst in der Einsatzabteilung leisten.

Ich hoffe, dass sich in den nächsten Wochen etwas an dieser Situation ändert, damit wir wieder unseren geregelten Übungsdienst aufnehmen können.

Zur Wehr gehören zusätzlich zur Einsatzabteilung 14 Jugendliche aus der Jugendfeuerwehr, sowie 11 ehemalige Aktive in der Alters- und Ehrenabteilung.

Ich möchte mich bei Jens Ihrig bedanken für die gute Zusammenarbeit bei der Führung der Jugendfeuerwehr und selbstverständlich auch bei allen die uns unterstützen.

Wir hatten noch nie so viele Einsätze zu bewältigen, wie in 2013: 21 Stück: 7 Brandeinsätze und 14 Hilfeleistungseinsätze.

Die Einsatzzahlen beruhen weitestgehend darauf, dass wir, wie seit einigen Jahren, zur Verstärkung auch in die Kernstadt und andere Stadtteile ausrücken. 

Die Brandeinsätze waren Wohnungsbrände oder Brände im Außenbereich.

Die Hilfeleistungen waren Unfälle und Ölspuren auf der B47, sowie Unwettereinsätze.

Erwähnenswert hierbei ist der Verkehrsunfall am 26.11. zu dem wir um 12:01 Uhr zur Unterstützung der Polizei gerufen wurden um die Straße zu sperren. Aufgrund von auslaufenden Betriebsstoffen,  und die sich doch schwieriger gestaltende Bergung des LKWs, konnten wir erst gegen 09:15 Uhr die Einsatzstelle verlassen.

Wir unterstützten des weiteren die Kameraden der Kernstadt beim Brandsicherheitsdienst während des Wiesenmarktes, sowie bei Parkplatzdiensten.

Im vergangenen Jahr haben wir 13 Übungen und Ausbildungsveranstaltungen durchgeführt, darunter auch 2 Übungen mit der Kernstadt.

An Lehrgängen wurden 1 Grundlagenlehrgang für die Jugendfeuerwehr in Marburg-Cappel und 1 Gruppenführerlehrgang in Kassel besucht.

Die Atemschutzgeräteträger hatten einen Durchgang in der Atemschutzübungsstrecke in Erbach.

 

Ausrüstung:

Unsere Ausrüstung hat sich zu den Vorjahren im Wesentlichen nicht geändert. Es steht uns ein TSF-W und ein MTF zur Verfügung.

Im Frühsommer wurde der erste Schritt der Umstellung auf Digitalfunk durchgeführt, indem die 2 Meter Handsprechfunkgeräte ausgetauscht wurden. Die Fahrzeugfunkgeräte sollen im Laufe des Jahres eingebaut werden. Hier auch noch unseren Herzlichen Dank an Elektrowerkstatt für die gute Zusammenarbeit.

Zum Feuerwehrhaus ist zu sagen, dass die Platzsituation in unserem Feuerwehrhaus nach wie vor völlig unzureichend ist. Sanitäre Anlagen fehlen weiterhin und Unterricht ist nur hier im Container möglich.

Der technische Prüfdienst, im Auftrag des Landes Hessen und der Unfallkasse Hessen, hat im Mai letzten Jahres wiederum schwerwiegende Mängel wiederum festgestellt, wie schon in 2005.  Neu hinzu kamen weitere Punkte, wie z.B. die Forderung nach einer getrennten Umkleidemöglichkeit für Damen und Herren.  Die Stadt Erbach erfüllt aufgrund der schwerwiegenden Mängel nicht die Forderungen der Berufsgenossenschaften für den Arbeitsschutz.

Gravierend ist die Situation in der Fahrzeughalle: Die Stellplätze für die Fahrzeuge sind nicht ausreichend groß, die Umkleidemöglichkeiten dürfen so nicht sein.

Die Situation ist den Mandatsträgern ausreichend bekannt, trotzdem stimmten sie bisher nie zu, den Anbau des Feuerwehrgerätehauses in den Haushaltsplan aufzunehmen.

 In diversen Ortsterminen hier am Gerätehaus versicherten uns zwar immer die meisten Mandatsträger, dass man uns brauche und die Situation mehr wie unzureichend sei, stimmten aber dennoch immer wieder zu unserem Nachteil ab.

Die Unfallgefahr ist unverändert vorhanden!

Im Bedarfs- und Entwicklungsplan 2013 ist der Ausbau des Feuerwehrhauses und die Notwendigkeit des Feuerwehrstandortes Dorf-Erbach, wie seit 2005, unverändert enthalten.

Obwohl der Entwurf auf Forderung der Stadtverordnetenversammlung vom Stadtbrandinspektor mehrmals geändert wurde.

Dieser Plan wurde durch die Stadtverordnetenversammlung noch in 2013 beschlossen.

Vielen Dank auch noch an Jürgen und Andreas für ihren Einsatz bezüglich des Feuerwehrhauses, der doch sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat.

Kurz vor Weihnachten quittieren wir für wenige Tage unseren Einsatzdienst. Die Situation wurde  unerträglich. Der Inhalt des Schreibens des Regierungspräsidiums Darmstadt gab uns neuen Mut, sodass wir vorerst einmal unseren Einsatzdienst weiterhin versehen. Wir kämpfen um unsere Jugend, damit diese eine Zukunft hat und um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger. Das Regierungspräsidium hat in seinem Schreiben herausgestellt, dass sie aus Kostenüberlegung die Notwendigkeit des Standortes Dorf-Erbach und die Zukunftsfähigkeit geprüft haben. Da wir für die gesetzliche Pflichterfüllung für den Brandschutz erforderlich sind, fordert das RP die Stadt nun auf, die Planungen für das Feuerwehrhaus endlich abzuschließen. Damit die Motivation und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Dorf-Erbach nicht leidet.  

Welche Gründe für einen Erweiterungsbau für das Feuerwehrhaus benötigt die Stadtverordnetenversammlung noch ?

Mit dem Um- und Erweiterungsbau soll die Mindestvoraussetzung für einen sicheren und funktionierenden Feuerwehrbetrieb in Dorf-Erbach erfüllt werden.

Ich beende meinen Bericht mit den Worten „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Dorf-Erbach, den 07.02.14

 

 

Antje Walther, stellvertretende Wehrführerin