Bundesstraße hält die Wehr auf Trab

Brandschutz – Aktive in Ernsbach-Erbuch bei Unfällen und Schneebruch gefragt
 

 

 

 

Von den rund 260 Einwohner des fusionierten Stadtteils Ernsbach-Erbuch sind 121 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, darunter 30 Aktive. Und neben dem Brandschutz sowie technischer Hilfe sorgt der Verein für Geselligkeit im Ort, etwa mit dem alljährlichen Grillfest, dem Schlachtfest, der Nikolausbescherung und einem Ausflug. Auch sind die Aktiven öfters mit Rasenmäher und Gartenwerkzeugen zu sehen, wenn sie das Ortsbild pflegen.
Wehrführer Dominik Weiers berichtete auf der Hauptversammlung von elf Einsätzen und 13 Übungen. Immer wieder rücken die Helfer zur Bundesstraße 47 aus, um Sicherungsdienste nach Unfällen zu leisten oder den Verkehr mit der Kettensäge wieder zum Laufen zu bringen, wenn Bäume auf den Asphalt gestürzt sind, insbesondere nach Schneebruch. Auch bei einem Scheunenbrand inmitten Bullaus war die Nachbarschaftshilfe gefragt.
Mit der Ausrüstung zeigte sich Gerhard Münch, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, zufrieden. So konnte im vergangenen Jahr sogar auf Neuanschaffungen verzichtet werden, womit auch der Kassenbericht von Thorsten Schäfer positiv ausfiel. Die Rücklagen blieben unangetastet.
Stadtbrandinspektor Jürgen Volk riet zur verstärkten Ausbildung von Atemschutzträgern und des Führungspersonals. Hier entspann sich eine Diskussion, ob der Umfang heute vorgeschriebener Schulung nicht etwas übertrieben sei. Werner Hennig erinnerte sich an seinen lange zurückliegenden Gruppenführerlehrgang: „Da wurde ich an der Drehleiter ausgebildet, und in Erbuch haben wir dann die Motorspritze mit dem Traktor zum Brandort geschleppt.“
Zu ehren war Werner Ehrhard für 40 Jahre Mitgliedschaft, davon die meiste Zeit aktiv und mit besonderer Verantwortung bis hin zum Wehrführer.
Das obligatorische Grillfest ist auf das Wochenende 13. und 14. Juli in Erbuch terminiert. Im kommenden Jahr könnte es dann etwas größer ausfallen, wenn die Wehr ihr fünfzigjähriges Bestehen zu feiern hat.

Quelle: echo-online vom 23.02.2013