Dorf-Erbach bekommt Feuerwehranbau

Stadtparlament – Mehrheit für Erweiterung nach alter Planvariante  

Die Argumente waren ausgetauscht, der Beschluss nach kurzen Erklärungen eigentlich nur noch Formsache. Mehrheitlich haben Erbachs Stadtverordnete für eine Erweiterung des Dorf-Erbacher Feuerwehrhauses gestimmt – jedoch nach einer veralteten Planung.                  

'Das Geld steht bereit, der Beschluss für die Erweiterung des Dorf-Erbacher Feuerwehrhauses ist gefasst, das über Jahre hinweg kontrovers diskutierte Projekt kann jetzt in Angriff genommen werden. Ausgeführt wird dabei ein Projekt, das neben den heute üblichen Sanitär- und Umkleideräumen, getrennt für Mann und Frau, auch zwei Stellplätze für Einsatzfahrzeuge mit einer Länge von jeweils rund acht Meter bekommen wird. Das waren die zur Zeit der Planung im Jahr 2011 gültigen Din-Normen für solche Feuerwehrdomizile. Würden die Planer heute an die Arbeit gehen, müssten sie sich an einer Länge von zehn Meter für die Stellplätze orientieren – neue Fahrzeuggenerationen brauchen eben mehr Platz. Damit würde der Bau nicht nur erheblich teurer, auch der angrenzende Dorfplatz müsste in seiner Struktur verändert werden.

Nach Erörterungen der neuen Vorschriften mit Sachverständigen wie dem Kreis- und Stadtbrandmeister will die Stadt nun an der veralteten Planung festhalten, wie sich schon bei der vorangegangenen Diskussion im Bauausschuss abzeichnete (Bericht in der Ausgabe vom 6. Juni: „Für Feuerwehrhaus nach alter Planung“). Ausschussvorsitzende Christa Weyrauch (Grüne) kündigte in der Stadtverordnetensitzung die Gegenstimmen ihrer Fraktion an: Wenn schon gebaut würde, dann sollte dies auch nach den aktuellen Normen geschehen. Dass sich einige Mitglieder der SPD-Fraktion enthalten werden, fügte deren Vorsitzender Gernot Schwinn an, der sich allerdings zu dem Projekt bekannte.

„Ich bedanke mich, dass von den Stadtverordneten die Notwendigkeit des erweiterten Feuerwehrhauses erkannt worden ist“, war ein Anliegen von Ursula Barnack (CDU), die als Ortsvorsteherin von Dorf-Erbach engagiert für das Projekt gekämpft hat. Immerhin stimmten nun 19 von 31 Stadtverordneten für die Erweiterung, die insgesamt mit 237 000 Euro veranschlagt ist. Einen Zuschuss von 78 000 Euro hat das Land schon vor geraumer Zeit zugesagt, 27 000 Euro will die Stadtteilwehr in Form von Eigenleistungen beisteuern. ...

Quelle: echo-online vom 14.06.2014