Erbacher Ausschuss ist für Feuerwehrhaus nach alter Planung

 

Brandschutz – Erbacher Ausschuss stimmt veralteter Moderinsierung in Dorf-Erbach mehrheitlich zu

 

Auf gutem Weg zur lange angedachten Modernisierung des Feuerwehr-Domizils in Dorf-Erbach, das im hinteren Bereich des Dorfgemeinschaftshauses untergebracht ist, befindet sich die teils heftig umstrittene Planung. Sie soll nach dem mehrheitlichen Willen des Erbacher Bauausschusses nun doch nach den alten, bereits überholten Richtlinien umgesetzt werden, sofern auch die Stadtverordnetenversammlung dem zustimmt.  Archivfoto: Guido Schiek
Auf gutem Weg zur lange angedachten Modernisierung des Feuerwehr-Domizils in Dorf-Erbach, das im hinteren Bereich des Dorfgemeinschaftshauses untergebracht ist, befindet sich die teils heftig umstrittene Planung. Sie soll nach dem mehrheitlichen Willen des Erbacher Bauausschusses nun doch nach den alten, bereits überholten Richtlinien umgesetzt werden, sofern auch die Stadtverordnetenversammlung dem zustimmt.  Archivfoto: Guido Schiek
Stimmt in der kommenden Woche auch die Stadtverordnetenversammlung der Kreisstadt der vorliegenden Entwurfsplanung für das Feuerwehrhaus Dorf-Erbach zu, können nun nach vielen Diskussionen und Verzögerungen weitere Schritte zur Realisierung des Bauvorhabens endlich eingeleitet werden.

Zumindest gab es am Mittwoch im Erbacher Bauausschuss bei sechs Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme eine Beschlussempfehlung an das Parlament, den Entwurf für das Feuerwehrhaus Dorf-Erbach in der vorliegenden Form umzusetzen. Stadtbaumeister Martin La Meir hatte die Planung nochmals ausführlich erläutert.

Danach wird der derzeit vorhandene Garagenraum umgebaut und erhält geschlechtergetrennte Sanitäreinrichtungen. Der neue Vorbau wird zwei Stellplätze von fünf mal acht Meter Grundfläche enthalten, der die beiden Fahrzeuge aufnehmen kann und auch noch Platz für den ebenfalls vorhandenen Anhänger bietet. Dies entspricht gesetzlichen Vorgaben bei Planung im Jahr 2011.

Zwischenzeitlich gibt es Neuregelungen, die von länger werdenden Fahrzeugen ausgehen, aus Platz- und aus Kostengründen aber nicht berücksichtigt werden konnten, so der Baumeister. La Meir betonte, die Planung sei nach den damals gültigen Rahmenvorgaben erfolgt und habe Bestand. Anderer Meinung war in diesem Punkt die Ausschussvorsitzende Christa Weyrauch (Grüne), die für eine Neuplanung nach aktuell gültigen Vorgaben plädierte und demzufolge bei der Abstimmung ihr Veto einlegte.

Neben dieser Pflichtplanung, so La Meir, wird seitlich an den Neubau ein garagenähnlicher Raum angefügt, den die im Stadtteil Dorf-Erbach sehr aktive Jugendfeuerwehr zur Unterbringung ihrer Ausrüstung nutzen kann. Die Kosten bezifferte La Meir auf den Gesamtbetrag von 237 500 Euro. Nach Abzug von 78 000 Euro Landeszuschuss, für den bekanntlich seit längerem ein Bescheid vorliegt, verbleibt für die Stadt ein Eigenanteil von 132 000 Euro. Den Differenzbetrag von 27 500 Euro wird die Stadtteilwehr in Form von Arbeitsleistungen und aus eigenen finanziellen Mitteln beisteuern.

Thomas Heckmann (ÜWG) sorgte sich um die Wahrnehmung des langjährigen Prozederes um das Bauvorhaben in der Öffentlichkeit. Er machte deutlich, dass kein Parlamentarier gegen die Feuerwehren sei. Vielmehr habe das Bestreben um optimale Planung aus baulicher wie finanzieller Sicht stets die Diskussionen und Beschlussfassungen geprägt. Zur heutigen Entscheidung für die Baumaßnahme hätten im Übrigen auch die Äußerungen von Kreis- und Stadtbrandinspektor beigetragen, die von einer Zukunftsfähigkeit des Projekts ausgehen.

Zufrieden zeigte sich auch Bürgermeister Harald Buschmann, der nochmals darauf hinwies, dass die derzeitigen Zustände der Feuerwehrunterkunft bereits seit gut zehn Jahren von der Aufsicht beanstandet worden seien. Direkten Umsetzungsdruck habe es jedoch nie gegeben. Darin erkannte er auch entsprechenden Spielraum bei sich ändernden Maßgaben in zwei oder drei Jahrzehnten.

Reine Formsache war eine zu beschließende Änderung des Bebauungsplanes Erbach-Ost. Im Wesentlichen geht es darum, neue Gebäude zwischen der Straße Am Lettacker und dem Kreuzweg so zu „drehen“, dass entgegen der ursprünglichen Vorgabe deren Grundstückszufahrten von dem Hauptverkehrsweg Kreuzweg aus angelegt werden sollen.

 

Quelle: echo-online.de vom 06.06.2014