Es besteht durchaus Interesse am Brandschutz

Jugendfeuerwehren – Mit Werbeaktionen steigen die Mitgliederzahlen in den Nachwuchsabteilungen wieder

Sie tun etwas, damit sich die Jugend für Feuerwehrtechnik interessiert. Bei der Mitgliederversammlung der Jugendfeuerwehren im Odenwaldkreis zeichnete (von links) Andreas Adams als Vertreter der Hessischen Jugendfeuerwehr die Aktiven Norbert Heinkel, Annette Spiehl, Klaus Semek, Andreas Brunner, Michael Weis und Hans-Jörg Hupp aus. Foto: Feuerwehr
Sie tun etwas, damit sich die Jugend für Feuerwehrtechnik interessiert. Bei der Mitgliederversammlung der Jugendfeuerwehren im Odenwaldkreis zeichnete (von links) Andreas Adams als Vertreter der Hessischen Jugendfeuerwehr die Aktiven Norbert Heinkel, Annette Spiehl, Klaus Semek, Andreas Brunner, Michael Weis und Hans-Jörg Hupp aus. Foto: Feuerwehr
HAINSTADT. 


Die 61 Nachwuchsabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis haben zurzeit fast 700 Mitglieder, davon knapp ein Drittel Mädchen. Um sie kümmern sich rund 270 Betreuer. In den vergangenen 30 Jahren sind 2200 junge Leute in die Einsatzabteilungen aufgerückt, 50 davon im Vorjahr, wie der Kreisverband in einer Pressemitteilung verlauten lässt.

Zum ersten Mal seit Jahren sind die Mitgliedszahlen der Jugendfeuerwehren im Odenwaldkreis wieder angestiegen. Mit einem Schulbus, der Werbung für den Brandschutz macht, einem neuen Infostand sowie einem Werbeanhänger mit Großspielen gibt es neue Möglichkeiten zur Nachwuchswerbung.
Die Jugendfeuerwehren Rimhorn, Zell und Lützel-Wiebelsbach erhielten eine Urkunde für den größten Mitgliederzuwachs.
Den Rückblick auf die umfangreichen Aktivitäten gab Fachbereichsleiter Dominic Groh. Zu den Angeboten zählten unter anderem Zeltlager, Wettbewerbe und Spielenachmittage sowie ein umfangreiches Fortbildungsprogramm. Andreas Brunner berichtete von den inzwischen 15 Minifeuerwehren im Kreis. Zwei waren im Vorjahr neu dazu gekommen, weitere Gründungen seien in Planung. Den Miniwehren gehören derzeit 216 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren an, darunter 74 Mädchen, 69 Betreuer sind im Einsatz.
„Die Minifeuerwehren sind zwar kein Nachwuchsgarant, weil das Interesse im Verlauf der Kindheit oft in andere Richtungen geht. Aber sie sensibilisieren für soziales Engagement“, sagte Brunner. Die Verdienstmedaille der Jugendfeuerwehr Südhessen erhielten bei der Versammlung Kreisbrandinspektor Horst Friedrich und Dominic Groh für ihre Unterstützung der überörtlichen Jugendarbeit. Willi Koob, der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart, überreichte die Auszeichnungen. Für ihr ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit bekamen Hans-Jörg Hupp, Michael Weis, Andreas Brunner und Klaus Semek die Floriansmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Silber.
Annette Spiehl erhielt die Ehrung in Gold für ihre langjährige Tätigkeit in der Kreisjugendfeuerwehr. Die Arbeit von Kreisjugendfeuerwehrwart Norbert Heinkel würdigte Andreas Adams als Vertreter der Hessischen Jugendfeuerwehr mit der Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber.
Lob spendeten den Jugendwehren Bundestagsabgeordnete Patricia Lips und der Kreisbeigeordnete Michael Gänssle. Die Jugendfeuerwehr fördere nicht nur den Nachwuchs für die Einsatzabteilungen, sondern vor allem die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Kreisbrandinspektor Horst Friedrich dankte allen verantwortlichen Jugendwarten, Gruppenleitern und Betreuern für ihre Motivation, neben der Mitgliedschaft in den Einsatzabteilungen noch zusätzliche Stunden für die Jugendarbeit aufzuwenden.
Bürgermeister Frank Matiaske freut sich auf den Kreisjugendfeuerwehrtag mit großem Zeltlager im Juli im Stadtteil Hainstadt. Die Ausrichtung der Kreisjugendfeuerwehrtage 2014 übertrugen die Delegierten einstimmig der Jugendfeuerwehr Erbach. Im Jahr 2015 wird die Veranstaltung in Beerfelden stattfinden. Infos zu den Jugendfeuerwehren gibt es im Internet unter www.jf-odenwaldkreis.de.

Quelle: echo-online.de vom 13.03.2013