Jürgen Volk will es noch mal wissen 

Gut aufgestellt ist die Spitze der Erbacher Feuerwehren: Bürgermeister Harald Buschmann (von links) präsentiert den wiedergewählten Stadtbrandinspektor Jürgen Volk sowie Martin Kolberg (silbernes Brandschutzehrenzeichen), den wiedergewählten stellvertretenden Stadtbrandinspektor Andreas Ihrig, Thomas Grimm (goldenes Brandschutzehrenzeichen und befördert zum Brandmeister) sowie Kreisbrandinspektor Horst Friedrich. Rechts: Landrat Frank Matiaske.

Gut aufgestellt ist die Spitze der Erbacher Feuerwehren: Bürgermeister Harald Buschmann (von links) präsentiert den wiedergewählten Stadtbrandinspektor Jürgen Volk sowie Martin Kolberg (silbernes Brandschutzehrenzeichen), den wiedergewählten stellvertretenden Stadtbrandinspektor Andreas Ihrig, Thomas Grimm (goldenes Brandschutzehrenzeichen und befördert zum Brandmeister) sowie Kreisbrandinspektor Horst Friedrich. Rechts: Landrat Frank Matiaske.	Foto: Hans-Dieter Schmidt

Gut aufgestellt ist die Spitze der Erbacher Feuerwehren: Bürgermeister Harald Buschmann (von links) präsentiert den wiedergewählten Stadtbrandinspektor Jürgen

Foto: Hans-Dieter Schmidt 

 

 

FEUERWEHREN Versammlung aller Erbacher Wehren nominiert den Stadtbrandinspektor für eine letzte Amtszeit.

ERBACH - (hds). Im Mittelpunkt der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Feuerwehren der Kreisstadt Erbach standen die Wahlen des Stadtbrandinspektors und seines Stellvertreters. Und da wurde es richtig spannend. Nachdem Jürgen Volk seit 1992 stellvertretender und ab dem Jahr 2000 der Stadtbrandinspektor war, stellte sich der erfahrene Feuerwehrchef in der gemeinsamen Hauptversammlung aller Erbacher Wehren altersbedingt für eine letzte Amtszeit zur Wahl. Als Gegenkandidat wurde aus der Versammlung der an Jahren deutlich jüngere, aber ebenso hoch motivierte René Bartmann vorgeschlagen, bisher Wehrführer der Kernstadtfeuerwehr. In geheimer Abstimmung gewann Volk den Wahlgang mit 69 Stimmen vor Bartmann mit 58. Andreas Ihrig bleibt Stellvertreter Das Amt des Stellvertreters führt Andreas Ihrig seit 2011 aus. Auch er stellte sich zur Wiederwahl, und auch gegen ihn kandidierte schließlich Bartmann nach entsprechendem Vorschlag aus der Versammlung. Das Ergebnis war sehr ähnlich: Ihrig wurde mit 71 Stimmen vor Bartmann (56) wiedergewählt. Mit ihren Glückwünschen an die beiden Wahlsieger verbanden Erbachs Bürgermeister Harald Buschmann und Landrat Frank Matiaske zugleich ihren Dank an Bartmann für dessen Bereitschaft zur Übernahme höherer Verantwortung und lobten gleichzeitig dessen großes Engagement für den Feuerwehrdienst. Beide erkannten, dass Bartmanns Wahlergebnisse mehr waren als nur ein Achtungserfolg, da hier offensichtlich ein Mann mit Führungseigenschaften für die Zukunft in den Startlöchern steht, der im Kameradenkreis großen Rückhalt findet. Vom gemischten Spielleuteorchester der Wehren Erbach und Michelstadt eingeleitet, gingen dem Wahlprozedere die üblichen Jahresberichte voraus. Stadtbrandinspektor Jürgen Volk informierte ausführlich über Aktivitäten, Ausbildungs- und Ausrüstungsstand der von ihm geführten neun Einzelwehren im Stadtgebiet. 212 Aktive gehören den Einsatzabteilungen an, davon 19 Frauen. Dazu kommen in drei Jugendabteilungen 52 Nachwuchs-Blauröcke, darunter 18 Mädchen. 28 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren finden sich außerdem in zwei Minifeuerwehren. Hinzu kommen der Spielmannszug mit 24 Aktiven und 95 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen. Wie aus Volks Worten einmal mehr deutlich wurde, befinden sich alle Einzelwehren mit ihrer technischen Ausrüstung vom Funkgerät bis zur Drehleiter auf hohem Niveau. Entsprechend gut sind auch Ausbildungsgrad und Motivation, lobte Volk. Bei 256 Einsätzen konnte eine Person gerettet werden, ein Todesopfer war zu bergen. Stolzes Pensum von 2322 Einsatzstunden Die Gesamtzahl der Einsatzstunden beläuft sich auf 2322, hinzu kommen weitere 1627 Stunden für Brandsicherheitsdienste. Noch nicht berücksichtigt in dieser Auswertung sind jene zusätzlichen Zeitaufwände, die sich mit der Einrichtung der Notunterkunft für Flüchtlinge an der Relystraße sowie in deren Folge noch ergeben haben. Dies war nun allerdings ein Punkt, den Matiaske und Kreisbrandinspektor Horst Friedrich explizit in ihre Gruß- und Dankesworte aufnahmen. Beide zeigten sich erfreut und stolz, dass es den Feuerwehren gemeinsam mit den anderen ehrenamtlichen Rettungs- und Hilfsdiensten des Odenwaldkreises gelungen war, die Flüchtlingsunterkunft aufzubauen, zu organisieren und bis zu ihrer kürzlich erfolgten Übergabe an das hauptamtliche DRK zu führen. Matiaske, seit wenigen Tagen Kreisstadt-Neubürger im Stadtteil Dorf-Erbach, hob zudem besonders die Jugendarbeit und die Leistungen der Feuerwehrmusiker hervor, die Buschmann zudem als Aushängeschild seiner Stadt bezeichnete. Zuvor hatten Stadtjugendfeuerwehrwart Marc Moldan und Reiner Klingler als Leiter der Musikabteilung über die Aktivitäten ihrer Abteilungen berichtet. Landrat Frank Matiaske und Kreisbrandinspektor Friedrich oblag es schließlich, zwei Kameraden für deren langjährige aktive Arbeit im Feuerwehrdienst mit dem Brandschutzehrenzeichen auszuzeichnen. Dabei gab es Gold für die 40 Dienstjahre von Thomas Grimm aus Erbach und Silber (25 Jahre) für Martin Kolberg aus Schönnen. Aufgrund seiner entsprechenden Qualifikation beförderte Volk zudem Grimm zum Brandmeister.

Quelle: Echo Online vom 21.12.2015