Würdigung für außergewöhnlichen Einsatz

 

Auszeichnung – Erbachs Stadtbrandinspektor Jürgen Volk erhält das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande

 

Verdiente Blauröcke: Bei der Hauptversammlung der Erbacher Brandschützer wurden auch zahlreiche Auszeichnungen für lange Treue verliehen. Mit von der Partie waren (von links) Michael Uhrhan (25 Jahre/Silbernes Brandschutzehrenzeichen), Fred Schwöbel (40 Jahre / Gold), Axel Schwöbel (40 Jahre/Gold), Alexander Foshag (25 Jahre/ Silber), Fatima Cipriano (25 Jahre Feuerwehrmusik/Silber), Stadtbrandinspektor Jürgen Volk (50 Jahre /Gold in Sonderstufe) und Kreisstabführer Helmut Schwinn.  Foto: Hans-Dieter Schmidt
Verdiente Blauröcke: Bei der Hauptversammlung der Erbacher Brandschützer wurden auch zahlreiche Auszeichnungen für lange Treue verliehen. Mit von der Partie waren (von links) Michael Uhrhan (25 Jahre/Silbernes Brandschutzehrenzeichen), Fred Schwöbel (40 Jahre / Gold), Axel Schwöbel (40 Jahre/Gold), Alexander Foshag (25 Jahre/ Silber), Fatima Cipriano (25 Jahre Feuerwehrmusik/Silber), Stadtbrandinspektor Jürgen Volk (50 Jahre /Gold in Sonderstufe) und Kreisstabführer Helmut Schwinn.  Foto: Hans-Dieter Schmidt
Das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande – eine Auszeichnung, wie sie im Odenwaldkreis laut Kreisbrandinspektor Horst Friedrich seither kaum mehr als fünf Mal vergeben wurde – konnte Landrat Dietrich Kübler dem Stadtbrandinspektor der Kreisstadt, Jürgen Volk, jetzt verleihen.
ERBACH.

Der Feuerwehrmann, als kleiner Junge in die Jugendwehr eingetreten, zum Spielmannszug gekommen und später in die Einsatzabteilung, dazu als Kreisausbilder fungierend, gehört seit 50 Jahren zu den Erbacher Blauröcken im aktiven Dienst. Und schon deutlich mehr als ein Jahrzehnt ist Jürgen Volk Chef der Einsatzabteilungen aller Wehren seiner Heimatstadt und in Personalunion auch noch Vorsitzender des Feuerwehrvereins der Kernstadt.

Landrat Dietrich Kübler, Kreisbrandinspektor Horst Friedrich und der für Feuerwehrbelange im Magistrat zuständige Stadtrat Karl-Heinz Bless würdigten dieses außergewöhnliche Engagement, der Landrat verlieh Volk das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande in einer Sonderstufe.

Für vierzig Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielten Axel und Fred Schwöbel aus Ebersberg das goldene Brandschutzehrenzeichen, 25 Jahre im Brandschutz aktiv sind Alexander Foshag, Ebersberg und Michael Uhrhan, Dorf-Erbach. Ihnen wurde das silberne Brandschutzehrenzeichen verliehen. Ebenfalls Silber gab es als Ehrenzeichen für Hessische Feuerwehrmusiker aus der Hand von Kreisstabführer Helmut Schwinn für Fatima Cipriano, Erbach.

Vorausgegangen waren die Regularien der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller neun Erbacher Wehren, denen derzeit 212 aktive Frauen und Männer in den Einsatzabteilungen zur Verfügung stehen. Neun Wehren, neun Feuerwehrhäuser und eine technische Ausstattung auf hohem Niveau führten natürlich zu einem entsprechend umfangreichen Jahresbericht des Stadtbrandinspektors.

Volk streifte dabei alle Facetten des Hilfsdienstes. Danach waren im Berichtszeitraum 170 Alarmierungen zu verzeichnen. Bei 42 Bränden war ein Todesopfer zu beklagen, drei Personen wurden gerettet. Bei 103 technischen Hilfeleistungen konnten die Blauröcke fünf Personen retten. Umgekehrt erlitten bei Einsätzen und Übungen aber auch fünf Feuerwehrleute Verletzungen.

Die Helfer wandten für die Einsätze annähernd 2000 Arbeitsstunden auf. Hinzu kamen für Brandsicherheitsdienste nochmals fast 1400 Stunden, davon allein rund 1200 während der zehn Wiesenmarktstage. Volk ging auf Gebäude, Fahrzeuge und Gerätschaften ein und zeigte auf, dass Ersatzbeschaffungen schon laufen oder eingeleitet werden müssen.

Die Einrichtung des Digitalfunkes bei Hand- und Fahrzeuggeräten bezeichnete er als abgeschlossen, wozu auch Umbauten der Funkzentrale im Stützpunktgebäude nötig waren. 80 800 Euro waren dafür im Berichtsjahr aufzuwenden. Nun sind noch die Meldeempfänger als Alarmierungsgeräte der Aktiven auf digitale Technik umzustellen.

Volk freute sich, dass im gesamten Stadtgebiet rund 1600 passive Mitglieder die Feuerwehrarbeit unterstützen. Deren Beiträge werden stets für Eigenleistungen der Wehren zur Verbesserung ihrer Ausrüstung eingesetzt und führten zu wesentlichen Entlastungen des Stadtsäckels.

Volk erwähnte zudem positiv die Aktivitäten von Jugend- und Minifeuerwehren, und Reiner Klingler, Leiter des Spielmannszuges, lobte die Zusammenarbeit mit den Feuerwehrmusikern aus Michelstadt. Die Vertreter des Odenwaldkreises, Kübler und Friedrich, stellten in ihren Grußworten die Bedeutung der Erbacher Wehr für den Gesamtkreis heraus. Werden doch dort zahlreiche Lehrgänge auf Kreisebene realisiert. Zudem sind Fahrzeuge und Ausrüstungen für kreisweiten Einsatz vorhanden. Dazu gehört insbesondere die Atemschutzübungsstrecke, die 481 speziell ausgebildete Kräfte aller Kreiswehren als Pflichtaufgabe zu durchlaufen hatten.

Ohnehin genießt die Ausbildung der freiwilligen Feuerwehrleute in Kreis und Kreisstadt hohe Priorität, wie die zahlreich besuchten Lehrgänge auf Kreisebene und an der Landesfeuerwehrschule Kassel belegen.

Quelle: echo-online.de vom 05.12.2014