Die zentrale Löschwasserversorgung

Bei der zentralen Wasserversorgung wird das Wasser in Wasserbehältern gesammelt und gelangt durch Rohrleitungen zu den Wohn- und Arbeitsstätten sowie den Löschwasserentnahmestellen.

Die Feuerwehr entnimmt das Wasser aus Hydranten, die auf die Rohrleitung aufgeflanscht sind.

Es gibt Unterflurhydranten und Überflurhydranten.

Ein Unterflurhydrant besteht aus folgenden Hauptteilen:
1. Straßenkappe mit Deckel
2. Hydrantenklaue mit Standrohrsitz
3. Ventil mit Spindel
4. Hydrantenrohr mit Fußlansch

 


 

Die Unterflurhydranten haben gegenüber den Überflurhydranten folgende Vor- und Nachteile:

Vorteile:

- Geringere Anschaffungskosten
- Keine Behinderung des Verkehrs
- Keine Gefahr des Umfahrens
- Einfacher Einbau
- Leichte Auswechselbarkeit der Innenteile

Nachteile:

- Erschwertes Auffinden (z.B. im Dunkeln oder bei Schnee)
- Behinderung durch parkende Fahrzeuge usw.
- Zeitaufwand für die Inbetriebsetzung
- Verschmutzung durch Straßenschmutz
- Hinweisschilder sind erforderlich

Unterflurhydranten liegen unter der Erdgleiche. Um die Unterfluhrhydranten besser und schneller auffinden zu können, ist an jedem Unterflurhydrant ein Hinweisschild angebracht.

 

Auf dem Hinweisschild ist der Durchmesser der Rohrleitung und die Entfernung des Hydranten angegeben.

 

Die Überflurhydranten ragen mit der Hydrantensäule etwa 1 Meter über der Erdgleiche heraus. Weil aus Ihnen Wasser ohne Standrohr entnommen werden kann, fehlen Straßenkappe, Deckel, Hydratenklaue und Standrohrsitz. Sonst haben die Überflurhydranten fast den gleichen Aufbau wie Unterflurhydranten.

Die Überflurhydranten haben gegenüber den Unterflurhydranten folgende Vor- und Nachteile:

Vorteile:

- Schnelle Inbetriebnahme (kein Standrohr)
- Leichtes Auffinden
- Hinweisschilder sind nicht erforderlich
- Eine große Wasserlieferung ist möglich

Nachteile:

- Hohe Anschaffungs- und Einbaukosten - ggf. Behinderung des Verkehrs - Kosten für Unterhaltung